Quelle: FDP Ortsverein 1999

Landesvorsitzender Erich Mende
als Redner in Plettenberg

Die Geschichte der FDP in Plettenberg - Paul Thomee (FDP) Bürgermeister

Erste liberale Bewegungen gab es in Plettenberg bereits in den Jahren 1906 und 1907 durch die Gründung des "Freisinnigen Wahlvereins" und des "National-liberalen Vereins für Stadt und Amt Plettenberg".
Zur eigentlichen Gründung der FDP in Plettenberg kam es am 24. Oktober 1949. 1. Vorsitzender wurde Studienrat Stiefelhagen und 2. Vorsitzender Fabrikant Hans Hiby. Im Ortsverein Plettenberg gab es gleich von Beginn an eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit. Erich Mende, der spätere Bundesvorsitzende, Dr. Middelhauwe, der Landesvorsitzende, General Hasso von Manteuffel hielten vor vollbesetzten Sälen Vorträge für die FDP. Zum ersten Mal nach ihrer Gründung nahm am 02.11.1952 die FDP an den Plettenberger Kommunalwahlen teil. Damals erhielten die SPD 12, die CDU 8, die FDP 7, der BHE 2, die FSU 2 und das Zentrum 2 Mandate. Die SPD stellte den Bürgermeister mit Emil Arndt, die FDP den Stellvertreter Paul Thomee. Damals haben sich die Herren Hiby, Halfmann, Köper, Lüsebrink, Philepeit, Steuer und Thomee in der Kommunalpolitik sehr bewährt. Als der Bürgermeister Emil Arndt aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurücktrat, wählte der Rat FDP-Ratsmitglied Paul Thomee zum Bürgermeister. Sein Stellvertreter wurde Wilhelm Steinberg (CDU).

Von 1956 bis 1961 hatte die FDP wiederum 7 Abgeordnete im Parlament. Es waren die Herren Dickehage, Hiby, Kaiser, H.-Fr. Kettling, Krankenhagen, Stach und Thomee. Bürgermeister wurde Heinz Chmill (SPD), sein Stellvertreter Paul Thomee. Später kam Rechtsanwalt Schmitt-Cotta (CDU) als 2. Stellvertreter hinzu. Nach der Kommunalwahl im März 1961 waren nur noch 3 Parteien im Stadtrat: Die SPD mit 14, die CDU mit 11 und die FDP mit 5 von 30 Sitzen. CDU und FDP hatten zusammen 16 Sitze, so dass Postinspektor Willi Wicker Bürgermeister und H.-Fr. Kettling sein Stellvertreter wurde. Für die FDP waren im Rat die Herren Kaiser, Kettling, Krankenhagen, Monz und Steinfatt.

Die gleichen Parteien zogen auch 1964 in den Stadtrat ein. Von 31 Sitzen entfielen auf die SPD 17, die CDU 11 und die FDP 3. Hier zeigte sich bereits der Bundestrend. Die SPD nutzte ihre absolute Mehrheit und stellte mit Dr. Heinz Baberg den Bürgermeister und mit Max Vogel den Stellvertreter. Zum Rat gehörten von der FDP die Herren Kaiser, Krankenhagen und Steinfatt und nach dessen Ausscheiden Wilhelm Marl. Bei der Wahl im November 1969 erhöhte sich die Zahl der Ratssitze auf 37, von denen die SPD 20, die CDU 14 und die FDP 3 erhielt. Diese waren die Herren Heumer, Krankenhagen und Klaus Menschel. SPD und FDP kamen in ihren Gremien einstimmig überein, dass sie zusammen arbeiten wollten. Dr. Baberg wurde Bürgermeister, Krankenhagen sein 1. Stellvertreter und später Fritz Kampmann (SPD) 2. Stellvertreter.

1969 veränderte sich das Parteienbild im Rat. Von der CDU spaltete sich die neu gegründete UWG ab. Es erhielten die SPD 18, die CDU 13, die neue UWG 4 und die FDP 2 Mandate, und zwar die Herren Flügger und Krankenhagen. Da zwischen der CDU und der UWG infolge der Spaltung keine Zusammenarbeit mehr möglich war, blieb es bei der Zusammenarbeit zwischen SPD und FDP. Bürgermeister wurde wieder Dr. Baberg und sein 1. Stellvertreter Wilhelm Krankenhagen von der FDP. Stellvertreter war Fritz Kampmann (SPD). Im Rat waren für die FDP Flügge und Krankenhagen. Es war für die Plettenberger FDP sehr enttäuschend, dass sie bei den Kommunalwahlen 1979 und 1984 die 5%-Hürde nicht erreichte. Doch gelang dann der FDP im Herbst 1989 wieder der Einzug mit 2 Mandatsträgern in den Rat, den Herren Dietrich-August Flügge und Schade.

Wenn ihnen auch 1994 der Wiedereinzug nicht beschieden war, so konnten dann die Herren Schade, Kainer und Hellwig mit 8% 1999 wieder in den Stadtrat einziehen. Ein wahrlich gutes Ergebnis beim bundesweiten Abwärtstrend. Den Ortsverein der FDP führten nacheinander die Herren Stiefelhagen, Hiby, Steinfatt, Heumer, H.-G. Kettling, Hoyer und von 1982 bis 1993 Dieter Flügge, der dann Ehrenvorsitzender bis zu seinem viel zu frühen Tode im März 1999 blieb. Ab 1993 bis März 2001 stand Rechtsanwalt Joachim Schade dem Ortsverband der FDP Plettenberg vor. Im März 2001 wurde Carsten Hellwig Vorsitzender des Ortsverbandes.


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